Gereimtes
im winter die sehnsucht nach sommer
die wölfin sucht demut und macht
nach fleischlos folgt hunger auf leben
am tage die sehnsucht der nacht
27.12. resehda
herbstfrau - Di, 27. Dez, 17:02
SommerWiese
WiesenBlumen
BlumenFarben
FarbenSchmetterling
SchmetterlingsFlügel
FlügelFlatternImGras
Grasflecken
FleckenAmRock
RockInDerSonne
Sonnenwärme
WärmeStreicheln
Streichelwiese
WiesenSommer
Sommerwiese
cop.by resehda
27.12.2005
herbstfrau - Di, 27. Dez, 14:44
Auf ein Neues!
Es naht mit Riesenschritt das Neue.
Ich mein’ das Jahr 2006.
Nicht etwa dass ich mich nicht freue,
denn Altes ist auf einmal Ex.
Doch ist da auch ein Missbehagen.
Was kommt da schließlich auf mich zu?
Ich will mich aber nicht beklagen.
Im Ruhestand, da hat man Ruh.
Es geht mir gut, ich bin nicht krank.
Auch hab ich den Begleiter,
den Tinnitus, der raunt mir zu.
Wann aber tönt er weiter
in meinen Ohren laut und schrill?
Ich weiß das ganz genau.
Wenn ich nur tu was ’n andrer will,
dann macht „er“ mich zur „Sau“.
Zum Brav sein hatt’ man mich erzogen,
es allen Recht zu machen,
doch letztens habe ich erwogen,
ich sollte drüber lachen,
ich sollt das Leben leichter nehmen,
auch das im Neuen Jahr,
und nicht mehr grübeln und sinnier’n
darüber, was mal war.
cop.by resehda
22.12. 05 / 13.30
herbstfrau - Fr, 23. Dez, 14:06
Deine Wahl
Krankenhaus oder Gesundheitshaus
Steriles Weiß oder Klares Licht
Schmerzen oder Bewährungsprobe
Narkose oder sanfter Schlaf
Warten müssen oder Warten lernen
Ausgeliefert sein oder loslassen lernen
Schmerzende Wunden oder Heilende Narben
Zurückkehrende Kraft
Schöne Welt
Herbstblätter so bunt
Sonne so wärmend
Freude so kindlich
Leben so kostbar
herbstfrau - Do, 22. Dez, 20:50
Augen- Blicke
das Lachen eines Kindes
ein Vogel auf dem Ast
was es auch sei- nur wichtig,
dass du’s gesehen hast
ein bunter Regenbogen
ein junges Liebespaar
Wolken vorbeigezogen
der Schnee vom letzten Jahr
ein warmer langer Sommer
der alte Mann am Fluss
die Schwäne an der Brücke
der lang ersehnte Kuss
wie wichtig sind sie wirklich
für dich, für jedermann
die flücht’gen Augenblicke
die man nicht halten kann
du möchtest gar nichts missen
von dem, was du gesehn
und würdest gerne wissen
warum nur muss er gehn
warum kann er nicht bleiben
der schöne Augenblick
möcht lange ihn genießen
doch wär das wirklich Glück
cop.by resehda
herbstfrau - Mo, 19. Dez, 08:02
Flocken
Flocken fallen
Filigran und blütenweiß
Setzen sich behutsam nieder
Auf dürren Zweigen
Zaubern sie
Blütenträume
Auf verlassenen Parkbänken
Decken sie
letzte Herbstliebesgeschichten zu
Sinken sanft zu Boden
Glitzern in der Sonne
Regenbogenfarben
Zaubern ein leises Lächeln
Auf mein Gesicht
Ich bin
Glücklich
herbstfrau - Sa, 17. Dez, 09:06
Lebenslänglich?
Wir leben in der Beziehungskiste
und das seit vierzig Jahren.
Betraten recht zeitig die Ehepiste,
Wir sind auch bei Glatteis gefahren.
Als Neulinge stiegen wir unsicher auf
Und steuerten manchmal ins Leere.
Wir fuhren bergab und wieder bergauf
Und dachten wohl manchmal,
was wäre,
die Kiste verlassen für kurze Zeit?
Ganz leicht wär diese Hürde
Zu nehmen für jeden, der willens ist.
Doch wie geht es weiter, was würde
Dann draußen grundlegend anders sein?
Man muss es ausprobieren.
Ich tus, geh raus und dann wieder rein.
Ich werd’ es mal riskieren.
Ja klar, ich bin es eingegangen,
ich löste flink die Kette.
Hielt sie mich wirklich nur gefangen?
Schutz war sie auch, doch hätte
ich die Erkenntnis ohn’ Wagnis gewonnen?
Lass offen die Tür, der Reiz bald zerronnen
herbstfrau - Fr, 16. Dez, 10:03
einsam tut weh
ich will dich umhüllen
schnell taut der schnee
kannst du es fühlen
frühling wird kommen
siehst du das grün
hab liebe genommen
flieder wird blühn
cop. by resehda
herbstfrau - Mi, 14. Dez, 21:20
Ich bau eine Mauer
Verdräng die Trauer
Stachliger Igel
Beschlagener Spiegel
Lass keinen ran
Was hab ich getan
Was wills du
Geh weg
Ich brauch keinen Steg
Ich brauch meine Mauer
Nur keine Trauer
Habe ich Schuld
Mit mir nie Geduld
Ich hab nichts gehört
Hab mich nie gewehrt
Die Mauer stürzt ein
Das darf nicht sein
Nur keine Tränen
Nur nichts erwähnen
Doch es muss sein
Du bist nicht allein
Oh es ist schwer
Die Seele fast leer
Ich sehe den Weg
Schwankender Steg
Der Weg ist das Ziel
Das ist zu viel
Nein ich muss es tun
Muss trauern nun.
herbstfrau - Mi, 14. Dez, 19:54
Kind sein..
Ich möcht noch einmal Kind sein.
Und diesmal froh und frei.
Ich möcht noch einmal Kind sein,
Im Alter? Einerlei..
Ich möchte toben, jagen
und unbeschwert genießen,
die dümmsten Dinge sagen,
vor Freude überfließen.
Das Kind wird neu geboren,
wenns auch schon älter ist.
Ich wills umarmen, lieben,
‘s wurd lange nicht geküsst.
Ich will es in mir spüren,
auf seine Stimme hörn,
will es nie mehr vergessen,
mein Kind- Sein nie mehr störn.
cop.by resehda
herbstfrau - Mi, 14. Dez, 15:05