[>>]

Was hat die Stunde geschlagen?

wetter-wendische herbstfrau


Ich bin unruhig und ruhig, geduldig und ungeduldig, ich bin laut und leise,ich bin kindlich und doch längst erwachsen, ich bin albern und ernst, ich zürne und liebe.Ich lebe und bin doch manchmal leblos. Ich bin wie der Herbst, der Sommer, der Frühling, der Winter. Ja, ich bin manchmal wie das Wetter!

Zufälliges

PICT0411

Zitate-Wunderwelt

Neues aus der "Maus"

Adventsgrüße
hier zu finden... Meine HP habe ich wieder mal umgekrempelt,...
herbstfrau - Sa, 28. Nov, 15:01
Nachricht
von beepworld: Hallo Regina Sehnert, vielen Dank für...
herbstfrau - Sa, 28. Nov, 14:56
weitergeleitet
ich habe es weitergeleitet an beepworld, weil es mich...
herbstfrau - Do, 26. Nov, 08:36
Krank
Für mich ist das eindeutig krank und gehört...
Chaoslady (Gast) - Do, 26. Nov, 07:57
Schön dich zu lesen!
Auch mich hat es mal wieder hierher verschlagen, kann...
ChaosLady - Mi, 25. Nov, 16:54
Normal? Krank? Verrückt??...
heute bekam ich einen Link von beepworld mit einer...
herbstfrau - Mi, 25. Nov, 12:15
hallo, du Liebe,
das hör ich gern... übrigens habe ich mein...
herbstfrau - So, 22. Nov, 08:32
erraten...
liebe Wasserfrau, wie schön, dich hier zu lesen....
herbstfrau - So, 22. Nov, 08:29

Krise als Chance-Teilnahme am Adventskalender-Wettbewerb

Krise als Chance oder auch Wie alles begann

Ich muss mich erinnern. Genau kann ich gar nicht mehr sagen, wie und wann alles begann. Auf jeden Fall sehr spät, erst nach meinem 50. Geburtstag.
Bis dahin hatte ich nie sehr viel von mir selbst gehalten. Vielleicht war das auch einer der Gründe, warum ich stets versuchte, es allen Menschen recht zu machen. So war ich erzogen worden. Als Kind bekam ich Zuwendung fürs Bravsein. Das fand ich richtig. Deshalb strebte ich auch noch als erwachsene Frau danach, eine gute Tochter, Ehefrau, Mutter, Lehrerin und später Oma zu sein.
Sonst würde man mich nicht lieben. Und ich hungerte doch so sehr nach Liebe. Allerdings dieses „Es allen recht machen wollen“ funktionierte irgendwann nicht mehr so ohne weiteres. Denn da wuchs in meinem Inneren etwas, das mich unruhig machte und mir immer wieder zuflüsterte: Du machst es allen recht. Und wie ist es mit dir? Wann erfüllst du dir deine eigenen Wünsche? Du hast doch welche, ich weiß das. Na? Wann denn?
Diesem Etwas in mir – ich deutete es als meine innere Stimme-wollte ich nicht zuhören. Ich versuchte meine Ohren ganz fest vor diesen stummen Worten zu verschließen, ich versuchte mich abzulenken. Ich stürzte mich noch mehr in meine Arbeit und ich versuchte, meine Unterrichtsstunden noch perfekter zu planen.
Das fiel mir aber immer schwerer. Irgendwann gelang es mir dann gar nicht mehr. Dafür wurden Wünsche in meinem Innern laut. Wünsche, die ich mir nicht zugestehen wollte. Was war geschehen?`War der Augenblick für eine Wandlung gekommen?
Ich sagte, erst leise, dann lauter- aber vorerst nur zu mir selbst: Ich will ab jetzt anders leben.
Ja, ich wollte nicht mehr das tun, was die anderen von mir erwarteten, sondern das, wovon ich selbst überzeugt war. Wie kam es zu diesem Sinneswandel?
Ich wurde zuerst einmal krank. Ich fand keinen Schlaf mehr. In meinen Ohren dröhnte es wie bei einem übersteuerten Mikrofon. Der Arzt nannte mir die Diagnose: Tinnitus mit starker Hyperakusis. Ich bekam Tabletten, Spritzen und Infusionen. Nichts half. Als ich den Arzt fragte, was ich noch tun könnte, meinte er: Gegen Tinnitus gibt es nichts mehr. Damit müssen Sie leben.
Ich sollte mit dem Feind in meinen Ohren leben? Mit dem, der mir das Leben zur Hölle machte? Wieso hatte ich den überhaupt in meinen Ohren? Was um Himmels Willen wollte er da?
Ich hasste ihn, diesen schrecklich lauten und schrillen Quälgeist! Dieses übersteuerte Mikrofon! Er sollte mich in Ruhe lassen! Er sollte still sein! Er sollte aus meinem Leben verschwinden! Ein für allemal. Doch er verschwand nicht.
Er bohrte sich mit seinen unangenehmen Tönen immer tiefer in meinen Kopf hinein.
Ich versuchte, die Ohren zu verschließen, so wie ich vorher versucht hatte, meine innere Stimme nicht zu hören. Nichts zu machen! Denn "Er" war ja irgendwo in meinen Ohren versteckt, unsichtbar für mich, unhörbar für die lieben Mitmenschen. ich wünschte mir so sehr, dass sie ihn hören könnten. Da wüssten sie, wie schrecklich laut es in meinem Inneren zuging. Und sie könnten sich eine kleine Vorstellung von den Geräuschen machen. Vielleicht würden sie dann sogar verstehen, warum ich neuerdings so nahe am Wasser gebaut war! Und sie würden nicht mehr sagen: Hab dich nicht so, reiß dich endlich zusammen!
Aber nein, sie konnten diesen ungebetenen "Untermieter" nicht hören. Und er gab mir mit Nachdruck zu verstehen, dass er bleiben würde.
Er ließ sich häuslich nieder, er dröhnte und quietschte. Ich wusste mir bald keinen Rat mehr. Was sollte ich bloß unternehmen? Lange grübelte ich nach. Ohne Ergebnis. Irgendwann fiel mir die Lösung ein: Ich versuchte, genau das Gegenteil von dem zu tun, was ich bisher getan hatte. Ich ließ los. Ich unternahm nichts mehr gegen ihn. Ich arrangierte mich sogar mit ihm. Eines Tages begann ich, ihm richtig „zuzuhören“ und ich verstand. Er wurde zu meinem Wegbegleiter. Mit diesem Akzeptieren änderten sich plötzlich auch seine Töne. Sie wurden leiser. Zeitweise nahm ich sie gar nicht wahr.
Wann gab es diese Momente? Wenn ich etwas für mich selbst tat. Wenn ich an der Staffelei stand und meine Gefühle und Erlebnisse in Farben kleidete. Wenn ich mir verzieh und gut mit mir war. Wenn ich nicht mehr die perfekte Person sein wollte, die alles 100%ig macht, damit sie gelobt wird.
Sobald ich aber in meine alten fehler verfiel und erneut versuchte, es allen recht zu machen, sobald ich wieder hart mit mir umging, wurden seine Töne umso unerträglicher.
Was blieb mir Anderes übrig? Ich schloss notgedrungen mit "Herrn Tinnitus" einen Waffenstillstand und danach sogar Freundschaft.
Das allerdings dauerte eine Reihe von Jahren. Zu viel Zeit war schon vergangen, in der ich einfach nicht begreifen wollte, dass ich mit meiner Gesundheit Schindluder getrieben hatte.
Wohl auch deshalb musste "Herr Tinnitus" noch viele andere Befindlichkeitsstörungen herbeirufen.
Der Körper war der Seele zu Hilfe geeilt. Höchste Zeit. Denn bei mir funktionierte bald nichts mehr. Nur die Tränendrüsen, sie hatten Hochsaison. Ich hasste mich für diese Tränen, und ich beschimpfte mich mit Worten wie Jammerlappen, Schlappschwanz. Doch die Tränen waren sehr notwendig. Sie bedeuteten den Beginn meines "Geschehenlassens“. Sie bedeuteten eine erfolgreiche Metamorphose: „Krise als Chance zur Neuorientierung im Leben“.
Heute bin ich eine andere geworden. Auch wenn ich meine Familie liebe, auch wenn ich in dem besagten Alter bin, in dem man zu einer perfekte Großmutter wird, so verbringe ich doch viel Zeit mit meinen Hobbys und lebe mein Leben. Ja. Mein Leben, und nicht das der anderen. Ich schere mich nicht mehr darum, was die „lieben Mitmenschen“ über mich denken. Aus dem grauen Mäuschen ist die inzwischen 63- jährige noch recht umtriebige Herbstfrau geworden. Doch das wäre schon wieder der Beginn einer anderen Geschichte...
Das Fazit der Krise als Chance- Geschichte aber heißt: Dank Tinnitus bin ich gesund- es hatte alles seinen Grund...
© by resehda

Name

Url

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:


JCaptcha - du musst dieses Bild lesen können, um das Formular abschicken zu können
Neues Bild

 

bei twoday

Online seit 1456 Tagen
Zuletzt aktualisiert: Sa, 28. Nov, 15:02

Counter und ein Impressum

Impressum von herbstfrau: alle texte, gedichte, bilder unterliegen meinem copyright by resehda bzw.stammen von genehmigten google-seiten. für Inhalte weiterführender links übernehme ich keinerlei garantie..

was schreibt man anderswo

Herzstillstand....
gestrig auf dem hochumzäunten Gelände, wo...
rosmarin - Mo, 7. Dez, 10:39
und es begab sich....
ein lieber Besuch in die Stadt, die es ja eh nicht...
rosmarin - Sa, 5. Dez, 18:29
der sprachgebrauch....
ist immer wieder interessant und niemals zufällig. http://wirtschaf t.t-online.de/mehr-kredit- fuer-den-mittelstand-deuts che-bank-kuendigt-eigenen- fonds-an/id_20762446/index anders...
rosmarin - Do, 3. Dez, 18:36
Glauben Sie eigentlich an Geister?
Ich für meinen Teil glaube eigentlich nicht daran....
rosmarin - Mi, 2. Dez, 22:09
Ab auf die Freud'sche Couch...
Nachdem ich stundenlang versucht hatte, ein nettes...
Iggy - Mi, 2. Dez, 18:30
nach der recht unsanften landung....
auf dem hinterteil, habe ich nun das ende meines arbeitsjahres...
rosmarin - Mo, 30. Nov, 22:37
platsch....
hat's gemacht und wir lagen am boden. in wenigen sekunden...
rosmarin - Do, 26. Nov, 17:43
Auch mal wieder da
Meine Tage sind einfach zu kurz. Und die Hunde nehmen...
ChaosLady - Mi, 25. Nov, 16:40
Und dann war da noch
dieser Typ, der einer Arbeitskollegin von mir gestern...
Iggy - Di, 24. Nov, 12:30
logisch...
fand ich philosophen bisher eigentlich nicht. das liegt...
rosmarin - Sa, 21. Nov, 01:25
Weihnachtswunsch....
Lebenswunsch, Akutwunsch, Unbedingtwunsch.... die halbe...
rosmarin - Di, 17. Nov, 17:59
Fortbildung....
Die globalisierte Welt spricht viele Sprachen. Z.B....
rosmarin - Di, 17. Nov, 00:49
KISS the future...
Der einzige Körperteil, den man nicht liften kann,...
Iggy - So, 15. Nov, 14:45
Ich glaube, ich beantrage.....
die wiener Staatsbürgerschaft. Wo sonst kann man...
rosmarin - So, 15. Nov, 12:00
herzensheftige....
glückwünsche an die frau kaisersissi :-) möge...
rosmarin - Fr, 13. Nov, 21:13
frau rosmarin klopft an die tür der glücksmeldestelle.....
und meldet untertänigst..... dass sie eigentlich...
rosmarin - Mi, 11. Nov, 23:41

Such mal da

 

Wetterfrosch



Weather data provided by weather.com